REWE-Gehalt 2026: Was verdient man an der Kasse?

Als Kassierer oder Kassiererin bei REWE Markt liegt das gemeldete Durchschnittsgehalt 2026 bei rund 28.400 Euro brutto im Jahr. Das entspricht etwa 2.367 Euro monatlich bei zwölf Gehältern. Es ist ein Orientierungswert aus Beschäftigtenangaben, kein einheitlicher REWE-Tarif für jede Filiale.

REWE-Gehalt 2026: Was verdient man an der Kasse? [Bildinhalt mit KI erstellt]
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Datenstand: 8. September 2026. Gehaltsangaben sind brutto und beziehen sich auf Vollzeit.

REWE-Gehalt an der Kasse im Überblick

Kennzahl Kununu-Angabe 2026
Durchschnitt pro Jahr 28.400 € brutto
rechnerisch pro Monat 2.367 € bei 12 Gehältern
gemeldete Spanne 22.000–46.100 €
unter 3 Jahre Erfahrung 27.000 € im Schnitt
mehr als 10 Jahre 31.500 € im Schnitt
Datenbasis 339 Angaben

Die Werte stammen aus der aktuellen Kununu-Auswertung für REWE Markt. Sie beruhen auf Selbstauskünften und können Vollzeitdefinitionen, Sonderzahlungen oder alte Vertragsstände mischen. Für das konkrete Angebot zählt der Vertrag.

Warum „REWE-Gehalt“ keine einzige Zahl ist

REWE-Märkte werden teils von der REWE Markt GmbH, teils von selbstständigen Kaufleuten betrieben. Der Name am Eingang ist nicht zwingend der rechtliche Arbeitgeber. Tarifbindung, Wochenstunden und Zusatzleistungen können sich deshalb selbst im selben Ort unterscheiden.

Die REWE-Karriereseite beschreibt die Vergütung im Markt als „in der Regel nach Tarif“ und nennt mögliche Zusatzleistungen. Das Wort „in der Regel“ ist wichtig: Bewerber sollten nicht raten, sondern schriftlich fragen.

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Vom Monatsgehalt zum Stundenlohn

Für Vergleiche ist der Bruttostundenlohn aussagekräftiger als ein Monatsbetrag. Formel:

Monatsbrutto ÷ (Wochenstunden × 4,348)

Monatsbrutto Wochenzeit rechnerischer Stundenlohn
2.367 € 37,5 Stunden ca. 14,52 €
2.367 € 40 Stunden ca. 13,61 €
2.650 € 37,5 Stunden ca. 16,25 €

Sonderzahlungen gehören nicht automatisch in das laufende Monatsgehalt. Für den Jahresvergleich Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, garantierte Prämien und Zuschläge separat addieren.

Tarifgruppe und Berufserfahrung

Tarifverträge im Einzelhandel sind regional. Eingruppierung richtet sich vor allem nach Tätigkeit, Verantwortung und Qualifikation – nicht allein nach Jobtitel. Reines Kassieren kann anders bewertet werden als Kasse plus Warenverantwortung, Reklamationen, Tagesabschluss oder Schichtleitung.

Berufsjahre können die Stufe erhöhen. Eine abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel, anerkannte Vorerfahrung und Vertretungsverantwortung gehören in das Bewerbungsgespräch. Lassen Sie sich Entgeltgruppe und Stufe nennen.

Vollzeit, Teilzeit und Minijob vergleichen

Teilzeitbeschäftigte erhalten das Tabellenentgelt anteilig. 25 Stunden sind nicht „schlecht bezahlt“, nur weil das Monatsbrutto niedriger aussieht. Vergleichen Sie Stundenlohn und Jahresleistung.

Beim Minijob gilt die gesetzliche Verdienstgrenze; die mögliche Monatsstundenzahl hängt vom Stundenlohn ab. Dokumentieren Sie jede Arbeitsminute. Kassenabrechnung, Umziehen nach Weisung oder verpflichtende Schulungen können Arbeitszeit sein.

Zuschläge und Sonderzahlungen

  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld nach Tarif oder Vertrag
  • Zuschläge für Nacht-, Sonn- oder Feiertagsarbeit
  • Mehrarbeits- oder Überstundenzuschläge
  • Mitarbeiterrabatt, häufig fünf Prozent bei teilnehmenden Konzernunternehmen
  • betriebliche Altersvorsorge oder Jobticket je Region

Ein Rabatt ist nett, ersetzt aber kein Bruttogehalt. Fragen Sie, ob Sonderzahlungen garantiert, tariflich, freiwillig oder an Stichtage gebunden sind. Bei Kündigung können Rückzahlungsklauseln relevant sein.

Netto lässt sich nicht pauschal nennen

Netto hängt von Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer, Krankenversicherung, Kindern und Freibeträgen ab. Zwei Beschäftigte mit gleichem Brutto können unterschiedliche Auszahlungen haben. Seriöse Gehaltsvergleiche beginnen deshalb immer brutto.

Für eine persönliche Schätzung einen aktuellen Brutto-Netto-Rechner nutzen und Sonderzahlungen getrennt eingeben. Trinkgeld ist an Supermarktkassen kein verlässlicher Einkommensbestandteil.

Was die Arbeit an der Kasse umfasst

Kassieren ist nur ein Teil. Stellen nennen häufig Warenverräumung, Sauberkeit, Reklamationen, Backshop, Leergut, Alterskontrollen und Kassenabschluss. Je breiter die Aufgaben und je größer die Verantwortung, desto wichtiger ist eine passende Eingruppierung.

Schichtpläne mit frühen, späten und samstäglichen Einsätzen beeinflussen den Alltag. Planbarkeit, Wegzeit und garantierte Stunden haben einen echten Wert, der im reinen Monatslohn fehlt.

Fragen für das Vorstellungsgespräch

  1. Wer ist mein rechtlicher Arbeitgeber?
  2. Gilt ein Tarifvertrag, und welcher?
  3. Welche Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe sind vorgesehen?
  4. Wie viele Wochenstunden sind garantiert?
  5. Wie werden Mehrarbeit und Zuschläge erfasst?
  6. Welche Sonderzahlungen sind verbindlich?
  7. Wie früh steht der Dienstplan fest?
  8. Ist eine Entwicklung zur Kassenleitung möglich?

Gehaltsangebot prüfen

Bitten Sie um Jahresbrutto, Wochenzeit und alle festen Leistungen schriftlich. Rechnen Sie den Stundenlohn und vergleichen Sie ähnliche Stellen im selben Tarifgebiet. Eine große Gehaltsspanne aus einem Portal ist kein Versprechen; sie zeigt nur, dass Tätigkeit und Erfahrung stark variieren.

Weitere Arbeitsbedingungen im Handel ordnet unser Beitrag zum Gehalt bei Aldi ein. Für REWE gilt 2026: Der Datenmittelwert ist ein brauchbarer Startpunkt, die konkrete Entgeltgruppe ist die Antwort.

Beispielrechnungen für Teilzeit

Vollzeitbasis Teilzeit anteiliges Monatsbrutto
2.800 € bei 37,5 Std. 30 Std. 2.240 €
2.800 € bei 37,5 Std. 25 Std. 1.867 €
2.800 € bei 37,5 Std. 20 Std. 1.493 €

Die Rechnung lautet Teilzeitstunden geteilt durch Vollzeitstunden mal Vollzeitentgelt. Sie setzt dieselbe Entgeltgruppe voraus. Zuschläge und Sonderzahlungen können anders berechnet werden.

Tarifbindung konkret klären

Fragen Sie nicht nur „Zahlen Sie Tarif?“, sondern nach dem Namen des Tarifvertrags, Entgeltgruppe, Berufsjahr und Wochenarbeitszeit. „Tariforientiert“ oder „angelehnt“ ist nicht dasselbe wie Tarifbindung. Eine freiwillige Zulage kann bei späteren Tariferhöhungen angerechnet werden.

Der schriftliche Arbeitsvertrag sollte Grundentgelt, Stundenumfang und Auszahlungstermin nennen. Mündliche Aussagen über spätere Erhöhungen sind schwer durchsetzbar.

Kassenverantwortung und Höhergruppierung

Wer nur scannt, hat ein anderes Tätigkeitsprofil als Beschäftigte mit Kassenabrechnung, Tresor, Storno-Freigaben, Reklamationen und Teamkoordination. Zusätzliche Verantwortung sollte in Stellenbeschreibung und Eingruppierung sichtbar sein.

Dokumentieren Sie dauerhaft übernommene Aufgaben. Eine gelegentliche Vertretung führt nicht automatisch zur höheren Gruppe, kann aber ein guter Anlass für ein Gespräch sein.

Arbeitszeitkonto lesen

Im Handel schwanken Wochenpläne. Prüfen Sie, wie Plus- und Minusstunden entstehen, wann sie ausgeglichen werden und welche Obergrenzen gelten. Ein niedriger Monatslohn bei ständigem Mehrarbeitseinsatz ist kein fairer Teilzeitvertrag.

Jede Schicht, verpflichtende Besprechung und angeordnete Weiterbildung gehört korrekt erfasst. Lassen Sie Korrekturen zeitnah bestätigen.

Urlaub fair umrechnen

Urlaubstage hängen von Arbeitstagen pro Woche ab, nicht nur von Stunden. Wer 30 Stunden an fünf Tagen arbeitet, braucht für eine freie Woche fünf Urlaubstage; bei drei Arbeitstagen sind es drei. Maßgeblich ist die Zahl freier Wochen.

Tarifverträge können sechs Wochen Urlaub vorsehen. Den zusätzlichen Geburtstags- oder Sonderurlaub nur berücksichtigen, wenn er für den konkreten Arbeitgeber gilt.

Sonntag, Nacht und Feiertag

Zuschläge sind nicht überall identisch. Lage der Arbeitszeit, Tarifgebiet und Betriebsvereinbarung bestimmen Prozentsatz und Zeitfenster. Fragen Sie, ob Zuschläge zusätzlich gezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden.

Steuerliche Begünstigung bestimmter Zuschläge ist von arbeitsrechtlichem Anspruch zu trennen. Erst Vertrag oder Tarif schafft die Zahlungspflicht.

Gehalt verhandeln

Bringen Sie belegbare Erfahrung mit: Kassensysteme, Kassenabschluss, Reklamation, Warenkunde, Frischekontrolle, Schichtöffnung oder Einarbeitung. Nennen Sie eine konkrete Entgeltvorstellung als Jahres- oder Stundenbrutto und fragen Sie nach der Einstufung.

Bei festem Tarif ist die Gruppe oft wichtiger als freie Verhandlung. Dann geht es um richtige Tätigkeitsbeschreibung, Anerkennung von Berufsjahren und freiwillige Zulagen.

Vergleich mit Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn bildet nur die Untergrenze. Er sagt nichts darüber, ob eine tarifliche Einstufung korrekt ist. Rechnen Sie Grundstundenlohn ohne unzulässige Einbeziehung von Aufwendungsersatz oder unregelmäßigen Leistungen.

Bei Unklarheit helfen Betriebsrat, Gewerkschaft, Beratungsstelle oder Fachanwalt. Lohnabrechnungen und Arbeitszeitaufzeichnungen aufbewahren.

Was auf die erste Abrechnung gehört

  • korrekter Eintritt und Stundenumfang
  • Grundentgelt und Entgeltgruppe
  • Zuschläge und Mehrarbeit
  • Steuern und Sozialabgaben
  • Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, falls fällig
  • Arbeitszeitkonto und Resturlaub

Fehler sofort schriftlich melden. Tarif- und Arbeitsverträge können kurze Ausschlussfristen enthalten, innerhalb derer Ansprüche geltend gemacht werden müssen.

Ausbildung und Einstieg

Ausgebildete Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel können je nach Tätigkeit höher eingruppiert werden als ungelernte Kräfte. Der Abschluss allein garantiert das nicht; die tatsächlich übertragene Aufgabe zählt. Zeugnisse und relevante Berufserfahrung vollständig einreichen.

Quereinsteiger sollten Erfahrung mit Bargeld, Kundendienst, Warenwirtschaft und Schichtarbeit übersetzen. Eine strukturierte Einarbeitung ist Teil eines guten Angebots.

Probezeit und Befristung

Gehalt darf in der Probezeit nicht unter gesetzliche oder tarifliche Grenzen fallen. Fragen Sie, ob nach der Probezeit automatisch eine Stufe oder Zulage steigt und lassen Sie dies schriftlich festhalten.

Bei Befristung zählen Enddatum, Sachgrund und Perspektive. Sonderzahlungen können Stichtagsregeln enthalten, die kurze Verträge benachteiligen.

Fahrtkosten und Schichtlage

Ein um 100 Euro höheres Brutto kann durch langen Arbeitsweg und wechselnde Spätschichten aufgezehrt werden. Rechnen Sie Fahrtkosten und unbezahlte Wegezeit pro Monat. Prüfen Sie, ob ein Jobticket, Fahrrad-Leasing oder Wunschfiliale möglich ist.

Frühe Warenannahme und späte Kassenabschlüsse brauchen passende Verbindungen. Planbarkeit ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtpakets.

Nach dem Gespräch

Notieren Sie angebotene Gruppe, Stunden, Urlaub und Leistungen direkt. Vergleichen Sie Verträge auf derselben Jahresbasis. Bei Unklarheiten vor Unterschrift nachfragen; freundliche Präzision ist professionell, nicht misstrauisch.

Gehalt nach sechs Monaten erneut prüfen

Vereinbaren Sie einen konkreten Termin, wenn die Einstufung von Einarbeitung oder zusätzlicher Verantwortung abhängt. Bis dahin Aufgaben und Erfolge notieren: fehlerfreie Abschlüsse, Flexibilität, Einarbeitung neuer Kollegen und übernommene Schichten.

Eine gute Nachverhandlung nennt Beitrag und Ziel, nicht nur gestiegene Lebenshaltungskosten. Schriftliche Anpassung ab einem festen Datum verlangen.

Jahresbrutto statt Monatszahl vergleichen

Multiplizieren Sie zwölf Grundgehälter und addieren Sie garantierte Sonderzahlungen. Eine Stelle mit 2.400 Euro plus vollem Urlaubs- und Weihnachtsgeld kann jährlich besser sein als 2.550 Euro ohne Extras.

Freiwillige Boni nur vorsichtig einrechnen. Fragen Sie nach den tatsächlich garantierten Bestandteilen und nach Bedingungen bei Krankheit, Eintritt oder Kündigung.

Auch Pausenregelung und Probezeit gehören in den schriftlichen Vergleich.

Lesen Sie alle Vergütungsbestandteile vor der Unterschrift in Ruhe.

Häufige Fragen

Wie viel verdient man bei REWE an der Kasse?

Kununu nennt im September 2026 auf Basis von 339 Angaben für Kassierer bei REWE Markt durchschnittlich 28.400 Euro brutto pro Jahr, rund 2.367 Euro bei zwölf Monatsgehältern. Einzelverträge weichen ab.

Wie hoch ist der Stundenlohn bei REWE?

Er ergibt sich aus Monatsgehalt und bezahlter Wochenzeit. Bei 2.367 Euro und 37,5 Stunden wären es rechnerisch etwa 14,57 Euro brutto; Tarifgebiet, Stufe und Vertrag können deutlich abweichen.

Zahlt REWE nach Tarif?

REWE beschreibt Marktvergütung als in der Regel tariflich mit möglichen Zusatzleistungen. Selbstständige Kaufleute sind eigene Arbeitgeber und können andere Tarifbindungen oder Verträge haben.

Gibt es Urlaubs- und Weihnachtsgeld?

Viele REWE-Stellen nennen Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Mitarbeiterrabatt. Anspruch und Höhe stehen im Tarifvertrag, Arbeitsvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung.

Verdienen Quereinsteiger weniger?

Das hängt von Tätigkeit, Tarifgruppe und anerkannter Berufserfahrung ab. Relevante Erfahrung und zusätzliche Verantwortung können die Einstufung verbessern.

Wie unterscheidet sich Teilzeitgehalt?

Teilzeit wird anteilig berechnet. Für einen fairen Vergleich immer Bruttostundenlohn, Wochenstunden, Sonderzahlungen und Zuschläge betrachten.

Welche Fragen sollte man im Bewerbungsgespräch stellen?

Nach Tarifbindung, Entgeltgruppe, Stufe, Wochenstunden, Zuschlägen, Sonderzahlungen, Arbeitszeitkonto, Urlaub und Mitarbeiterrabatt fragen.

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