ROSSMANN testet humanoiden Roboter in der Logistik
Der Drogeriekonzern ROSSMANN geht einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft der Logistik. Seit dem 17. März 2026 wird im Logistikzentrum in Burgwedel erstmals der humanoide Roboter „Typ UBTech Walker S2“ eingesetzt. Damit gehört ROSSMANN zu den ersten Unternehmen in Europa, die diese Technologie im Echtbetrieb testen. Ziel ist ein umfassendes Pilotprojekt, das zeigt, wie humanoide Robotik Mitarbeitende entlasten und Prozesse effizienter gestalten kann.
Das Wichtigste in Kürze
- ROSSMANN testet seit März 2026 den humanoiden Roboter Walker S2 in der Logistik
- Lieferung und Implementierung erfolgen durch Terra Robotics aus Löhne
- Pilotprojekt läuft über das gesamte Jahr 2026 mit klarer Roadmap
- Der Roboter besitzt 52 Freiheitsgrade und kann Batterien selbstständig wechseln
- Fokus liegt auf Entlastung bei repetitiven und ergonomisch belastenden Tätigkeiten
ROSSMANN setzt auf humanoide Robotik in Burgwedel
Der Einsatz des Walker S2 markiert einen Meilenstein in der europäischen Logistikbranche. ROSSMANN gehört zu den ersten Unternehmen, die einen humanoiden Roboter aktiv im Lager testen. Der Standort Burgwedel spielt dabei eine zentrale Rolle. Hier wird der Roboter seit dem 17. März 2026 eingesetzt. Die Einführung erfolgt bewusst im Rahmen eines Pilotprojekts. Dadurch kann das Unternehmen reale Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig wird geprüft, wie sich Robotik sinnvoll integrieren lässt. Besonders wichtig ist die Entlastung der Mitarbeitenden. Denn viele Aufgaben in der Logistik sind körperlich anspruchsvoll. Genau hier soll der Roboter unterstützen. Zudem wird untersucht, ob eine spätere Skalierung wirtschaftlich sinnvoll ist.
Pilotprojekt 2026: Integration in reale Logistikprozesse
Das Projekt ist auf das gesamte Jahr 2026 ausgelegt. Es folgt einer klar strukturierten Roadmap. Zunächst werden konkrete Use Cases definiert. Danach erfolgt der schrittweise Einsatz im Alltag. Anschließend werden die Ergebnisse bewertet. Ziel ist es, die Integration in bestehende Prozesse zu optimieren. Dabei wird genau analysiert, wo der Roboter echten Mehrwert liefert. Gleichzeitig testet ROSSMANN die technische Infrastruktur. Auch die Geschwindigkeit der Programmierung neuer Anwendungen wird geprüft. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine steht im Fokus. Denn nur wenn diese funktioniert, ist ein langfristiger Einsatz sinnvoll. Am Ende soll entschieden werden, ob eine Ausweitung erfolgt.
Technologie des Walker S2: Beweglichkeit und Autonomie
Der Walker S2 ist technisch hochentwickelt. Er verfügt über 52 Freiheitsgrade. Dadurch kann er Bewegungen ausführen, die denen eines Menschen ähneln. In einigen Bereichen übertrifft er diese sogar. Das macht ihn besonders flexibel im Einsatz. Zudem kann der Roboter seine Batterie selbstständig wechseln. Das reduziert Ausfallzeiten deutlich. Entwickelt wurde er speziell für industrielle Anwendungen. Seine Bauweise ist daher auf Effizienz ausgelegt. Gleichzeitig ermöglicht die humanoide Form vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Gerade in bestehenden Lagerstrukturen ist das ein Vorteil. Denn Umbauten sind oft nicht notwendig. Dadurch sinken die Einstiegshürden für Unternehmen.
Rolle von Terra Robotics bei Implementierung und Betrieb
Die Lieferung des Roboters erfolgte durch Terra Robotics aus Löhne. Das Unternehmen gehört zur Wortmann Gruppe. Es ist auf moderne Robotiklösungen spezialisiert. Terra Robotics übernimmt nicht nur den Vertrieb in Deutschland. Es unterstützt auch aktiv bei der Implementierung. Dazu gehört die technische Integration in bestehende Systeme. Außerdem begleitet das Unternehmen den gesamten Testbetrieb. Diese enge Zusammenarbeit ist entscheidend für den Projekterfolg. Denn humanoide Robotik erfordert spezielle Expertise. Durch die Partnerschaft kann ROSSMANN schneller lernen. Gleichzeitig wird das Risiko reduziert. So entsteht ein praxisnaher Entwicklungsprozess.
Ziele: Entlastung, Effizienz und Skalierbarkeit
Ein zentrales Ziel ist die Entlastung der Mitarbeitenden. Besonders repetitive Aufgaben stehen im Fokus. Dazu gehören Tätigkeiten, die körperlich belastend sind. Der Roboter soll diese übernehmen oder unterstützen. Dadurch wird die Arbeit ergonomischer. Gleichzeitig steigt die Effizienz der Prozesse. ROSSMANN möchte herausfinden, wie groß dieses Potenzial ist. Auf Basis der Ergebnisse wird ein langfristiges Konzept entwickelt. Dieses soll skalierbar sein. Das bedeutet, dass der Einsatz auch auf andere Standorte übertragen werden kann. Zudem wird geprüft, wie Automatisierung und Digitalisierung zusammenspielen. Denn nur in Kombination entfalten sie ihre volle Wirkung.
Praxis statt Hype: Realistische Bewertung der Robotik
Hendrik van Duuren, Logistikverantwortlicher bei ROSSMANN, betont den pragmatischen Ansatz. Der Fokus liegt auf realen Erfahrungen. Nicht auf theoretischen Erwartungen. Denn rund um humanoide Robotik gibt es aktuell viel Hype. Genau deshalb will ROSSMANN eigene Daten sammeln. Es geht um konkrete Antworten. Welche Anwendungen funktionieren wirklich? Wo liegen die Grenzen? Wie reagieren Mitarbeitende auf den Roboter? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird die Akzeptanz im Team beobachtet. Denn sie ist entscheidend für den Erfolg. Nur wenn Mensch und Maschine harmonieren, kann Robotik nachhaltig eingesetzt werden.
Neuer Blickwinkel: Mensch-Roboter-Interaktion als Erfolgsfaktor
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die soziale Komponente. Denn humanoide Roboter wirken vertrauter als klassische Maschinen. Das kann die Akzeptanz erhöhen. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen. Mitarbeitende müssen lernen, mit der Technologie zu arbeiten. Schulungen werden daher wichtiger. Auch die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine spielt eine Rolle. Hier könnten neue Schnittstellen entstehen. Zudem verändert sich die Wahrnehmung von Arbeit. Aufgaben werden neu verteilt. Das kann langfristig die Arbeitskultur beeinflussen. Unternehmen wie ROSSMANN betreten damit Neuland. Genau deshalb ist das Pilotprojekt so wertvoll.
Fazit
Der Test des UBTech Walker S2 bei ROSSMANN zeigt, wie ernst Unternehmen die Zukunft der Logistik nehmen. Der Fokus liegt nicht auf Trends, sondern auf realen Ergebnissen. 2026 wird zum entscheidenden Jahr für humanoide Robotik im Alltag. Gelingt die Integration, könnte dies die Branche nachhaltig verändern. Besonders spannend bleibt, wie Mitarbeitende und Technologie langfristig zusammenarbeiten. Der Pilotversuch könnte zum Vorbild für ganz Europa werden.